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Angstzustände bekämpfen - Die Therapie
"Was kommt nach der Angst? - Nichts!" Dieser simple Satz ist das, was Patienten mit Angstzuständen lernen müssen, um Ihre Ängste, Panikattacken und Phobien zu bekämpfen. Dabei zeigt dieser Satz genau das, was eine Therapie gegen Angstzustände ausmacht: Zu erkennen, welche Situationen wirklich gefährlich sind und angemessen auf Alltagssituationen zu reagieren.
Die größte Besorgnis vieler Angstpatienten ist zu sterben, verrückt zu werden oder in Ohnmacht zu fallen. Sie entwickeln eine regelrechte Angst vor der Angst. Der Satz "Was kommt nach der Angst" soll die Patienten dazu bringen, über die Folgen der Angst nachzudenken. Denn: wie wahrscheinlich ist es, dass ein Patient beim Anblick einer Spinne stirbt? Wie wahrscheinlich ist es, dass der Fahrstuhl stecken bleibt oder der Zug entgleist oder die Menschen auf der Straße eine wirkliche Gefahr für den Patienten darstellen. Im Zusammenhang einer Verhaltenstherapie ist dieser Satz für die meisten Patienten zu einem wichtigen Hilfsmittel gegen die Angst geworden.
Die Therapie von Angstzuständen ist abhängig davon, welche Angststörung vorliegt. Die Konfrontationstherapie gehört in den meisten Fällen zu einer wichtigen Form der Therapie. Hier werden die Patienten Schritt für Schritt vom Psychotherapeuten an die angstauslösende Situation herangeführt. Von Bildern von angstauslösenden Situationen oder dem Beschreiben einer solchen Situation bis zu dem Moment, wo sich der Patient dieser Situation in der Realität stellt, vergehen oft Monate oder Jahre. Die Desensibilisierung und die Konfrontation sind wichtige Pfeiler, die dabei helfen sollen zu erkennen, dass die angstauslösende Situation für den Patienten keinerlei Gefahr birgt. Voraussetzung ist jedoch, dass der Patient sich der Konfrontation stellt und aktiv an der Desensibilisierung mitarbeitet.
Die meisten Therapien gegen Angstzustände werden von verschiedenen Entspannungstechniken begleitet. Bei einer Angststörung sind die Patienten ständig in Alarmbereitschaft und entsprechend verspannt. Diese Verspannung kann durch Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation oder auch Yoga mit der Zeit gelöst werden. Wie auch bei der Konfrontationstherapie ist es wichtig, dass der Patient diese Entspannungstechniken selbstständig durchführt. Die unangemessene Reaktion auf bestimmte Reaktionen ist ein erlerntes Verhalten. Ziel der Therapien gegen Angstzustände ist daher, das Verhalten auf Bedrohungen oder Gefahren auf ein angemessenes Maß zu bringen. Dabei können auch tiefenpsychologische Therapien oder Gesprächstherapien helfen. Vor allem, wenn ein Trauma der Auslöser für eine übermäßige Angstreaktion ist, kann die Verarbeitung des Traumas mit tiefenpsychologischen Methoden helfen, die Angst dauerhaft zu bekämpfen.
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